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Die Geschichte des Hauses Herrengasse 82 ist untrennbar mit der Siedlungsentwicklung von Straß verbunden.

Der Kaiser´s Hof, wie er heute heißt, befand sich bereits bei Anlegen der Josephinischen Konskriptionslisten 1770 im Besitz der Bäcker und Wirtsfamilie Kaiser. Johann Baptist Kaiser hatte 1777 das Haus Nr. 79 erworben und zu einer Bäckerei umgebaut, daher kann man annehmen, dass sich im Haus 82 nicht nochmals eine Backstube befunden hat, sondern es bereits als Wirtshaus geführt wurde.

Laut mündlicher Überlieferung bestand für das Haus 82, das Gasthaus „zum schwarzen Adler“ eine „Maria Theresianische Konzession“

Die Raumeinteilung im Obergeschoß entspricht deutlich der Nutzung als bürgerliches Wohnhaus.

1876 wird Dr. Ignaz Kaiser, Ritter von Falkenthal, als Besitzer genannt. Er war der Enkel des Bäckers und Gastwirts Johann Baptist Kaiser, konnte in Wien studieren und wurde in Wien Notar. 

1848 wurde er Abgeordneter in der 1. deutschen Nationalversammlung in Frankfurt, später Abgeordneter im österreichischen Parlament und als solcher in den erblichen Adelsstand mit dem Prädikat „von Falkenthal“ erhoben.

Dr. Ignaz Kaiser von Falkenthal starb 1895 in Straß und dürfte hier zumindest teilweise seinen Ruhestand verbracht haben.

Die Ausstattung der Räume im Obergeschoß wurden anscheinend von ihm veranlasst und entspricht in der Art auch dem gehobenen ländlichen Bürgertum des ausgehenden 19. Jhd. Davor wird, so wie in jedem guten Gasthaus, ein Saal bestanden haben.

 

Das Erdgeschoß wurde weiterhin als Gasthaus genutzt, wie aus der Aufnahme von 1894 ersichtlich.

 

Man kann aus der Familiengeschichte ableiten, dass das Gasthaus „zum schwarzen Adler“ nicht von der Familie betrieben wurde, sondern verpachtet war. Das Obergeschoß beinhaltete Ende des 19. Jhd. Nicht nur die Wohnung des Besitzters (gesamte Strassenfront), sondern wahrscheinlich auch die Wohnung der Wirtsleute (heutige Hochzeitssuite), die zugleich die Haushaltsbetreuung von Dr. Kaiser übernommen hatten.

 

Im 20. Jhd. Wurde die große Herrschaftswohnung durch vermauern der Verbindungstüre in zwei Wohneinheiten unterteilt.

 

2003 wurde auf Initiative des damaligen Besitzers Franz Brandl das Haus unter Denkmalschutz gestellt.

 

Aus einem langen, tiefen Dornröschenschlaf weckte dann letztendlich der heutige Eigentümer, Jürgen Peetz, den  Kaisers Hof. Er verliebte sich in den Hof, erwarb ihn und restaurierte ihn mit viel Liebe zum Detail fast von den Grundmauern bis zum Dachstuhl.

 

Heute wird der Kaisers Hof von der Familie Wimmer-Joannidis bewirtschaftet und beherbergt wieder ein kleines Restaurant, ein schmuckes kleines Boutique Hotel und einen modernen Veranstaltungssaal.